Elvira Drobinski-Weiß, MdB, begrüßt Anerkennung des Völkermords an den Armeniern

Veröffentlicht am 05.06.2016 in MdB und MdL
 

"Ein überfälliger und doch mutiger Schritt": So beschreibt die Offenburger SPD-Bundestagsabgeordnete die heute beschlossene Resolution des Deutschen Bundestags zur Anerkennung des Völkermords an den Armenierinnen und Armeniern. Seit vielen Jahren setzt sich Drobinski-Weiß im Parlament und an der Seite der armenischen Gemeinde in Kehl für die Anerkennung ein.

"Der Begriff des Völkermords wurde überhaupt erst gebildet, um die systematische Vernichtung von bis zu 1,5 Millionen Armeniern zu benennen. In der Forschung ist unumstritten, dass es sich um einen Völkermord handelt und dass sich auch deutsche Offiziere aktiv beteiligt haben. Das Archiv des Auswärtigen Amts lässt an den Geschehnissen keinen Zweifel," so Drobinski-Weiß, die Deutschland in einer besonderen Verantwortung sieht. 101 Jahre nach Beginn der Massaker hat der Bundestag den Völkermord nun fast einstimmig anerkannt. "Für manche Abgeordnete, die zum Teil Morddrohungen erhalten haben, war dies eine mutige Entscheidung", erklärt Drobinski-Weiß. Mit Blick auf die Gegenwart äußert die Bundestagsabgeordnete ihre Sorge über die Lage im Südkaukasus. Angesichts schwerer Gefechte mit dem Nachbarstaat Aserbaidschan seien die Überlebenden des Völkermords in Armenien und Berg-Karabach immer noch in Gefahr. 

 

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Autor: savingplaza, Datum: 03.07.2016


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