Bündnis für gebührenfreie Kitas demonstriert für gleiche Lebensverhältnisse in Baden-Württemberg

Veröffentlicht am 13.12.2019 in Landespolitik
 

Anlässlich der Parlamentsdebatte über den Bildungshaushalt des Landes am heutigen Freitag hat das Bündnis für gebührenfreie Kitas bekräftigt, an seinem erklärten Ziel der Gebührenfreiheit in Baden-Württemberg dranzubleiben.

Stoch: „Wir stehen zusammen“

„Wir lassen uns nicht davon abbringen, Familien entlasten zu wollen – weder rechtlich noch politisch“, erklärte Andreas Stoch, Initiator des Volksbegehrens für gebührenfreie Kitas, bei einer Demonstration des Bündnisses am Stuttgarter Landtag. „Wir wollen Qualität und Gebührenfreiheit“, rief Stoch. „Wir stehen da alle zusammen.“

Im Fokus der Demonstration stand die Forderung, durch die Abschaffung der Kita-Gebühren gleiche Lebensverhältnisse für Familien im Südwesten zu schaffen. Tanja Sagasser-Beil, Mutter aus Heilbronn, wies darauf hin, dass sie dort für ihren dreijährigen Sohn keinerlei Kita-Gebühren bezahlen müsse. „Das ist für uns eine große Entlastung, weil gerade Familien mit kleinen Kindern viele Dinge anschaffen müssen, die ganz schön ins Geld gehen und fast immer auch ein Elternteil – meistens die Mutter – die Arbeitszeit reduziert, sodass das Familieneinkommen sinkt.“

 

Sagasser-Beil: „Peinlich für Baden-Württemberg“

Seit es in Heilbronn den kostenlosen Kindergarten gebe, gingen deutlich mehr Kinder als früher schon mit drei Jahren dorthin, was für die soziale Entwicklung eines Kindes äußerst wichtig sei. Daher sei die Abschaffung auch deshalb sinnvoll, um allen Kindern gleiche Chancen zu geben. „So etwas muss fürs ganze Bundesland einheitlich geregelt werden – und gerade für ein reiches Land wie Baden-Württemberg ist es peinlich, sich der Abschaffung der Gebühren nach wie vor zu verweigern“, so Sagasser-Beil.

Holczer: „Jeder Cent zur Familienentlastung zahlt sich aus“

„Nur weil wir in Herrenberg wohnen, müssen mein Mann und ich 255 Euro für die frühkindliche Bildung unserer jüngsten Tochter bezahlen“, betonte dementsprechend Sarah Holczer, Mutter in der Großen Kreisstadt am Schönbuch. Viele Familien, vor allem einkommensschwächere, könnten sich bei solchen Gebühren dann nicht mehr den Schwimmkurs leisten, den Eintritt ins Hallenbad oder Freibad, den Sportverein oder den Musikschulunterricht. „Das bleibt dann alles außen vor und den Kindern wird der Zugang zu diesen wertvollen Aktivitäten verwehrt“, so Holczer. „Jeder Cent, den die Politik in die frühkindliche Bildung und Entlastung der Familien steckt, zahlt sich später um ein Vielfaches aus, nicht nur monetär.“

Kunzmann: „Bildung fängt in der Kita an“

Martin Kunzmann, Landesvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes, bekräftigte, es sei an der Zeit, den Flickenteppich aus verschiedenen Gebührenmodellen im Land endlich zu überwinden. „Baden-Württemberg soll zum Musterland für gute Bildung werden. Bildung fängt in der Kita an. Kein Kind soll wegen des Geldbeutels seiner Eltern vom Kita-Besuch und somit von frühkindlicher Bildung ausgeschlossen werden“, so Kunzmann. „Die Gebührenfreiheit ist zudem ein wichtiger Schritt zur Förderung von jungen Familien und vor allem auch von Frauen.“ Bei der Demonstration mit dabei waren Vertreterinnen und Vertreter aller Bündnispartner. Es sind dies die SPD, der DGB, verdi, die GEW, die IG Metall, pro Familia, der Kinderschutzbund, der Landesverband Kindertagespflege, die AWO, der ASB, die Naturfreunde, DIE LINKE, die SGK – und neuerdings auch die Piratenpartei.

 

 

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