Ein deutsches Friedensprojekt

Veröffentlicht am 30.06.2018 in Gemeinderatsfraktion
 

Am Anfang stand eine Zufalls­begegnung auf einem evan­gelischen Kirchentag: „Schi­cken Sie mir ein Foto“, sagt der spätere Offenburger zu dem Herrn aus Altenburg – damals im vom Westen des gemeinsamen Vaterlandes despektierlich „Ostzone“ ge­nannten Teil Deutschlands. Das war der Beginn einer Fa­milienfreundschaft mit Besu­chen, Briefmarkenaustausch und „Päckchen nach drü­ben“: Ursprung einer späte­ren Partnerschaft zwischen beiden Städten.

Willy Brandts Ostpolitik, poli­tisch hierzulande heftig um­stritten, führte letztlich zur Annäherung der beiden Teil­staaten. Noch standen die Blöcke einander gegenüber – bis Gorbatschow kam und damit Hoffnung darauf, dass – in Willy Brandts Worten – „zusammenwächst, was zusammengehört“.

Daran wollten wir von der SPD mitwirken mit unsrem Antrag, eine Städtepartner­schaft mit Altenburg einzuge­hen. Geboren wurde die Idee in der Friedensdekade 1985, die zeit­gleich in der DDR und in der Bundesrepublik begangen wurde. Der Gemeinderat stimmte zu, Ostberlin schließ­lich auch. Der heutige Par­lamentspräsident Wolfgang Schäuble setzte sich dafür ein. Danke an alle damals und heute Beteiligten.

Bertold Thoma bertold.thoma@spd-offenburg.de

[VGL.: Offenblatt 30.06.2018]

 

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